Hacker-Angriff auf Videospiel-Netzwerke: Festnahme in England

      Hacker-Angriff auf Videospiel-Netzwerke: Festnahme in England

      Ein Mitglied der Hackergruppe
      Lizard Squad wurde in England verhaftet. Hintergrund ist der Angriff auf
      die Onlinespiel-Netzwerke von Microsoft und Sony zur Weihnachtszeit im
      letzten Jahr.

      Wie die BBC am Freitag mitteilte,
      nahm die UK Cybercrime Unit in Zusammenarbeit mit dem Federal Bureau of
      Investigation (FBI) einen 18-jährigen Engländer in Southport, nahe
      Liverpool fest. Der Mann wird beschuldigt, am Angriff auf die
      Onlinespiel-Netzwerke von Microsoft und Sony beteiligt gewesen zu sein.
      Zusätzlich werden ihm sogenannte Swatting-Vorfälle angelastet.

      Anfang des Jahres wurde bereits ein mutmaßliches Mitglied der Hackergruppe vorübergehend festgenommen.
      Dies geschah aber nicht im Zusammenhang mit dem Angriff auf das
      Playstation Network und Xbox Live. Die Hacker-Gruppe Lizard Squad hat im
      Dezember 2014 die Onlinespiel-Netzwerke von Sony und Microsoft attackiert
      und mittels einer DDoS-Attacke über die Weihnachtsfeiertage
      lahmgelegt. Im Januar wurde bekannt, dass die Aktion eine Art Werbung
      für das DDoS-Werkzeug der Gruppe war.

      Quelle: heise
      Per DDoS-Attackte brachte
      die Hacker-Gruppe Lizard Squad die Online-Netzwerke von Sony und
      Microsoft im letzten Jahr zu Fall. Nur wenig später standen Angriffe
      dieser Art auch als kommerzielles Angebot zur Verfügung. Jetzt wurde
      dieser Dienst jedoch geknackt und die Daten der Interessenten
      veröffentlicht.
      Ende des letzte Jahres, machte sich die Hacker-Gruppe Lizard Squad durch die DDoS-Angriffe auf das PlayStation Network und Xbox Live
      einen Namen und nachdem der erste mutmaßliche Hacker geschnappt wurde,
      kam es nun in Großbritannien Ende der letzten Woche zu einer weiteren
      Festnahme. Noch dazu kam nun, das der DDoS-zum-Mieten-Dienst seinerseits
      erfolgreich angegriffen wurde. Unter Berufung des Blog’s KrebsOnSecurity von Sicherheitsforscher Brian Krebs, berichtete Ars Technica,
      dass die Daten der Kunden nun erbeutet wurden. So sollen sich mehr als
      14. 000 Nutzer für das Angebot der kommerziellen DDoS-Dienst
      interessiert haben. Krebs zufolge haben allerdings nur wenige Hunderte
      den sogenannten LizardStresser gegen Bezahlung genutzt.

      Laut Krebs gingen die Betreiber des
      Dienstes nicht wirklich professionell vor – ganz im Gegenteil. So
      waren alle registrierten Nutzernamen und Passwörter unverschlüsselt im
      Klartext abgespeichert. Die Einnahmen, die mit dem DDoS-Dienst
      erwirtschaften werden konnten, belaufen sich laut dem
      Sicherheitsforscher auf einen Bitcoin-Gegenwert von ca. 11.000 Dollar.

      Nachdem das Ende von LizardStresser damit
      wohl besiegelt ist, sieht es auch für die festgenommene
      Hacker-Gruppe, welche nach Aussagen eines Mitglieds die Attacken auf
      Sony und Microsoft lediglich als Werbekampagne für den Stresser
      inszeniert haben soll, nicht gut aus. Demzufolge ist es zuletzt ein
      wenig ruhiger um Lizard Squad geworden.

      Quelle: Klick