Atari 2600: ET wurde endlich gefunden

      Atari 2600: ET wurde endlich gefunden


      Das Gerücht hat sich nur doch bestätigt:

      Die Ausgrabung auf einer Müllkippe in New Mexico war erfolgreich: Ein Suchteam hat die seit über 30 Jahren verschollenen ET-Spiele für den Atari 2600 gefunden. Das Videospiel gilt als das schlechteste aller Zeiten und wurde offenbar wirklich zu Millionen entsorgt.

      Ein Suchteam hat auf einer Müllkippe in Alamogordo im US-Bundesstaat New Mexico erste Exemplare von ET the Extra-Terrestrial gefunden. Das Spiel für den Atari 2600 gilt als eines der schlechtesten Videospiele, die jemals produziert wurden. Mit dem Fund bestätigt sich die über 30 Jahre alte Legende, dass mehrere Millionen Ausgaben des Spiels Anfang der 1980er-Jahre absichtlich entsorgt wurden.
      Spiele einfach in den Verpackungen vergraben

      Larry Hryb, Chef von Xbox Live und eher unter seinem Gamertag Major Nelson bekannt, hat bei Twitter zahlreiche Bilder vom Fund hochgeladen. Darauf sind unter anderem eingedellte und beschädigte Verpackungen des Spiels zu sehen, stellenweise noch in Folie eingepackt. Die Spielmodule selbst sind auch deutlich zu sehen. Diese sehen auf den Fotos recht unbeschädigt aus.

      Das Ausgrabungsprojekt wurde unter anderem auf Bestreben von Microsoft für eine Dokumentation vorangetrieben. Die lokale Umweltbehörde hatte die Grabung Anfang April 2014 bewilligt. Offenbar hat Atari Anfang der 1980er-Jahre wirklich eine bislang noch nicht bekannte Anzahl von ET the Extra-Terrestrial einfach in der Wüste New Mexicos vergraben, ohne die Module zu zerstören.
      Schlechtestes Videospiel aller Zeiten

      Das Spiel gilt bei einigen Kritikern als das bislang schlechteste der Videospielgeschichte und als ein Auslöser für den sogenannten Videogame-Crash von 1983 und 1984, wie die massiven Umsatzrückgänge in der damals noch jungen Branche heute genannt werden. Das Spiel kann in einer Browser-Version ausprobiert werden.

      Laut Ars Technica sollen 250 Exemplare oder 10 Prozent der gefundenen Module an das Suchteam gehen. Offiziell gehören die Spiele der Stadt Alamogordo. Wenn sich die Module in den Verpackungen befunden haben, ist es nicht ausgeschlossen, dass sie auch heute noch funktionieren

      Quelle: golem

      Edit: Wer es mal spielen möchte klickt hier : E.T
      Ich habe immer dran geglaubt. ;)
      In der Retro gab es mal einen großen Bericht über die Geschichte des "alten" Atari über zwei Ausgaben verteilt.
      Sehr spannend, aber teilweise tat das auch richtig weh...da wurden Bilder von geschrotteten Flipper- und Arcadeautomaten gezeigt, die eigentlich neuwertig waren, aber nur Lager verstopften.
      Das war (und ist wahrscheinlich heute auch noch) üblich dann Überkapazitäten zu vernichten.
      Und wir reden da nicht von 2-3 Geräten, das Arcade- und Retroherz blutet bei diesen Bildern gewaltig! :D
      Das Atari die ET-Module wirklich vergraben hat erstaunt mich daher nicht wirklich, finde diese "archäologische Ausgrabung" aber trotzdem total cool! :thumbup:

      sirhenrythe3rd schrieb:

      da wurden Bilder von geschrotteten Flipper- und Arcadeautomaten gezeigt, die eigentlich neuwertig waren, aber nur Lager verstopften.
      Das war (und ist wahrscheinlich heute auch noch) üblich dann Überkapazitäten zu vernichten.

      Was ich mich da frage: Warum verschenkt man das nicht?
      E.T. hätte ich mir sicher nicht gekauft, aber wenn man es kostenlos mitnehmen könnte, hätte ich es mitgenommen (da kostenlos). Statt verschenken könnte man es auch fast verschenken und einfach nur sehr günstig anbieten. E.T. für 1€, während andere Spiele 60€ kosten? Spiel mag zwar Mist sein, 1€ ist aber nicht viel und da würde ich's wohl auch mitnehmen.
      * Wenn sich nicht alle Spiele verschenken lassen, kann man den Rest immer noch verschrotten.
      * Das Verschenken, auch von schlechten Spielen, könnte man sicher passend "bewerben", um Kunden zu warnen, daß die "Qualität" des verschenkten Spiels keine Rückschlüsse auf andere Spiele zulässt.

      Alte Automaten, deren Anzahl geringer ist, könnte man vielleicht verlosen (Verlosung, Gewinnspiel, Wettbewerb) oder vielleicht an Privatpersonen verkaufen (geringe Produktanzahl, dann Abhängig davon, ob viel oder wenig Nachfrage besteht, ein höherer oder geringerer Preis).
      Was ich mich da frage: Warum verschenkt man das nicht?

      Ganz oben in der Begründungsliste wird stehen das man darin die Gefahr sieht das grundsätzliche Kaufverhalten der Kunden nachhaltig zu schädigen.
      Auf deutsch: wenn es einmal ein Spiel umsonst gab, wartet man einfach wieder.
      Oder organisiert sich und boykottiert Käufe ganz. Immer nach dem Motto "Wenn die es nicht verkaufen können, verschenken sie es bestimmt wieder!".
      Noch weiter gedacht: es hält vielleicht den einen oder anderen ab ein anderes Spiel zu kaufen.
      "Ich wollte mir eigentlich Pitfall II kaufen, aber jetzt gab es ja ET geschenkt; das reicht mir erst einmal" (auch wenn es schlecht ist).

      Weiter unten dürfte auftauchen das auch das Verschenken Kosten verursacht.
      Sei es das verschenkende Personal, die LKWs, die die Spiele an die Verschenkplätze fahren, oder selbst der Tisch, auf den die Verschenkkörbe gestellt werden.
      Mag wie Peanuts klingen, aber man sollte sich bewusst sein: wenn ein Unternehmen gezielt tote Produkte vernichtet, geht es um wirklich jeden Cent; auch bei milliardenschweren Konzernen.
      Das wird heute auch so praktiziert!, aber halt nicht an die große Glocke gehängt, weil man auf Seiten der Konsumenten (verständlicherweise) auf Unverständnis stösst.
      Aus wirtschaftlicher Sicht ist die Situation dann aber klar: verschenkt wäre noch zu teuer!

      sirhenrythe3rd schrieb:

      Was ich mich da frage: Warum verschenkt man das nicht?

      Ganz oben in der Begründungsliste wird stehen das man darin die Gefahr sieht das grundsätzliche Kaufverhalten der Kunden nachhaltig zu schädigen.
      Auf deutsch: wenn es einmal ein Spiel umsonst gab, wartet man einfach wieder.
      Oder organisiert sich und boykottiert Käufe ganz. Immer nach dem Motto "Wenn die es nicht verkaufen können, verschenken sie es bestimmt wieder!".
      Noch weiter gedacht: es hält vielleicht den einen oder anderen ab ein anderes Spiel zu kaufen.
      "Ich wollte mir eigentlich Pitfall II kaufen, aber jetzt gab es ja ET geschenkt; das reicht mir erst einmal" (auch wenn es schlecht ist).

      Früher hätte ich die Menschen für so intelligent gehalten, daß soetwas passieren könnte - heutzutage nicht mehr... (z.B. Tankstellenboykotte [nur an einem Tag und dann wird eben am Tag davor und am Tag danach getankt] oder "DLC"-Mist ["eig. gefällt's mir nicht", aber gekauft wird's trotzdem]).

      Zu der Befürchtung, daß man sonst vlt. nichts kauft: Wie wäre es dann damit, daß man ET erst beim Kauf von x anderen Spielen geschenkt bekommt? (Je nach vorhandener ET-Menge und Nachfrage könnte x größer oder kleiner gesetzt werden.)

      sirhenrythe3rd schrieb:


      Weiter unten dürfte auftauchen das auch das Verschenken Kosten verursacht.
      Sei es das verschenkende Personal, die LKWs, die die Spiele an die Verschenkplätze fahren, oder selbst der Tisch, auf den die Verschenkkörbe gestellt werden.

      Ja, das würde Geld kosten und da würde es sich vielleicht auch nicht lohnen.
      Da könnte man dann beim Lagerort unterscheiden: Sind die Spiele noch in Atari-Lagern oder schon in Geschäften/Geschäftslagern? Im 1. Fall könnte das verschrotten günstiger sein, im 2. ein Verschenken.